Daniels Prophetie - Vollendung

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Daniels Prophetie

Vollendung > Die Offenbarung

Der Rahmen der Prophetie des alten Testaments

Wie bereits geschrieben, bewegt sich die Prophetie der Offenbarung auf dem Boden der bisherigen Prophetie der Bibel. Daher sind nachfolgend die wesentlichen Aussagen und Punkte aus dieser Prophetie kurz genannt. Umfassender sind diese Arbeiten in der Hompepage www.vollendung.info vorhanden. Da die Verlinkung der Artikel nicht beständig ist (wegen der ständigen Überarbeitung und Fortschreibung der Homepage) sind die hier verwendeten Links längerfristig nicht immer gültig und man muss den entsprechenden Artikel dann suchen (was jedoch anhand der Nennung einfach möglich sein sollte).

Der Rahmen der Prophetie des alten Testaments ist schwierig abzugrenzen. Es gibt überall, in fast jedem Buch Prophetie. Wegen der erkennbaren Bezüge zwischen Offenbarung und Daniel, der Nennung von Daniel in Mt. 24 und auch in der Homepage genannten Gründe für die Sonderstellung des Buchs Daniel  setze ist hier zuerst an. Gründe sind:
Im Gegensatz zu vielen anderen Propheten haben Daniels Prophetien einen langen Zeitraum, beginnen von Babylon bis hin zum ewigen Reicht Gottes.
Da sich viele Details bereits sehr genau erfüllt haben, ist es möglich, diese Erfüllungen für das Verständnis der anderen, noch offenen Teile zu nehmen.
Daniel wird vom Herrn in Mt. 24 zentral genannt. Es war also den damaligen Zuhörern diese Vision bestens bekannt. Insofern wird dadurch die Prophetie mit in das NT übernommen.
Besonders bei der Beschäftigung mit dem Buch der Offenbarung (von Johannes) wird deutlich, wie sehr sich hier die Aussagen an Daniel anlegen und Begriffe nur von dort her zu verstehen sind. Dies gilt besonders für viele Begriffe wie "Tier", die Zeiten (3 1/2 Jahre), die Reiche .....


Daniels Standbild (Dan. 2)


(siehe http://www.vollendung.info/standbild-dan.-2.html
)
Daniel sieht hier in dem Bildnis eines Standbilds eine Abfolge von Königreichen/Königen. Diese beginnt mit Babylon (also zur Zeit Daniels) und endet mit dem Königreich Gottes, welches dann ewig währt. Das Babylonische Reich hat Israel Königtum beendet. Seither ist Israel unter heidnischer Herrschaft und  ohne Königtum des Hauses Davids. Die 4 Königreiche sind:

  • Babylon

  • Medo-Persien

  • Griechenland

  • Römisches Reich

Alle diese historischen, antiken Reiche sind längst vergangen, jedoch endet die Prophetie Daniels damit, dass dieser Stein ohne Hand losgerissen, auf die Füße aus Ton und Eisenerz trifft und dort dieses letzte Reich zerstört. Daher muss dieses römische Reich, das letzte dieser 4 längerfristig noch bestehen und in den letzten Tagen in dieser genannten Form wieder da sein. Das römische Reich ist daher entweder in gewisser Weise immer wieder neu entstanden bzw. es ist nie wirklich völlig untergegangen und hat in einer, bis zu den letzten Tagen andauernden Form, weiter bestanden.


Anhand der Auslegung Daniels ist erkenntlich, dass der Begriff „Haupt" auch König (hier Nebukadnezar) bzw. auch dessen Königreich umfassen kann. Zudem ist eine Veränderung der Königreiche in der Form vorhanden, als dass die Wertigkeit (Gold-Silber-Bronze-Eisen-Eisen/Ton) stetig abnimmt, jedoch die Härte zunimmt (Gold => Eisen). Die Aussage über Füße, dem Zustand des letzten Reichs am Ende ist beachtlich.

Dan 2,41 Daß du aber die Füße und Zehen, teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, daß das Königreich sich zerspalten wird; aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens darinnen bleiben, gerade so, wie du Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast.
Dan 2,42 Und wie die Zehen seiner Füße teils von Eisen und teils von Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil widerstandsfähig und zum Teil zerbrechlich sein.
Dan 2,43 Daß du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, daß sie sich zwar durch Verheiratung vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischen läßt.


Daniels 4 Tiere aus dem Meer (Dan. 7)

(siehe http://www.vollendung.info/vier-tiere--dan.-7.html)

Die drei ersten Tiere sind die historisch, antiken Reiche Babylon, Medo-Persien und Griechenland. Diese sind für die Offenbarung nur bedingt noch relevant und daher das 4. Reich besonders zu beachten. Die 4. Reiche werden hier als Tiere dargestellt, genau auch in dieser Form tritt in der Offenbarung das letzte Reich auf (Off. 13). Das Tier aus Off. 13 besitzt die Merkmale der 3 vorgenannten Tiere aus Dan. 7.

Offb 13,1 Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung.
Offb 13,2 Und das Tier, das ich sah, war einem Panther gleich, und seine Füße [waren] wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.

Dan 7,4 Das erste glich einem Löwen und hatte Adlerflügel. Ich betrachtete das Tier, bis ihm die Flügel ausgerauft wurden und es von der Erde aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht auf seine Füße gestellt und ihm ein menschliches Herz gegeben wurde.
Dan 7,5 Und siehe, das andere, zweite Tier glich einem Bären und war nur auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul zwischen seinen Zähnen; und es ward zu ihm gesagt: Stehe auf, friß viel Fleisch!
Dan 7,6 Darnach schaute ich weiter und siehe, ein anderes [Tier] wie ein Panther; das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken; auch vier Köpfe hatte dieses Tier, und ihm ward Macht verliehen.
Dan 7,7 Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, das vierte Tier war furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als die vorigen Tiere und hatte zehn Hörner.
Dan 7,8 Während ich achtgab auf die Hörner, siehe, da brach ein anderes, kleines Horn zwischen denselben hervor, vor welchem drei der vorigen Hörner ausgerissen wurden; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, welches große Dinge redete.

Man sieht an diesem Vergleich, wie sehr Daniel und die Offenbarung hier selbe Bezüge haben und aufeinander aufbauen. Daher kann man ohne Daniel und dessen Struktur hier gar nicht in die Prophetie einsteigen.

Über das 4. Tier werden nun folgende Informationen gegeben:

  • das 4. Tier ist ein Königreich

  •  es wird zuerst von 10 Königen regiert (7,24)

  •  diese 10 Königreiche werden stark unterschiedlich sein (2,41-43), teils stark, teils schwach

  •  aus dem Umstand, dass die Beine in der Hüfte ehern, dann sich in die beiden Beine teilen und zuletzt sich auf tönerne-eherne Füße mit 10 Zehen aufteilt, zeigt, dass dieses Reich eine längere Geschichte hat, in der es sich verändert das kleine Horn (aus 7,8) wird 3 Könige ausreißen, d.h. erniedrigen bzw. demütigen und die Macht in diesem letzten Reich einnehmen daher sind die 10 Könige keine Reihung sondern eine Art gemeinsame Regierung (wovon 3 gedemütigt werden von dem einen)

  •  es wird Zeiten und Gesetz ändern es wird eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit regieren

  •  er wird den Höchsten lästern und die Heiligen verstören, es wird sogar über die Heiligen siegen (V21, 25)

  •  das Tier in seiner letzten Person, das kleine Horn (V25-26) wird bei der Erscheinung Gottes ins Feuer geworfen (V11)


Daniels Vision der 70 Jahrwochen (Dan. 9,24-27)
(siehe http://www.vollendung.info/70-jahrwochen--dan.-9-.html )

Diese 70 Jahrwochen sind über Israel bestimmt. Der Trugschluss vieler ist, dass aus diesem Bezug auf Israel gefolgert wird, dass die Gemeindezeit völlig außerhalb dieser Jahrwochen liegen muss und daher erst die Zeit der Gemeinde enden muss, damit die Zeit Israels (die letzte, verbleibende Jahrwoche) beginnen kann. Das Alte Testament sagt zur Gemeinde nichts aus (so gut wie nichts) und daher haben diese Jahrwochen überhaupt keinen zwingenden Bezug zur Gemeinde. Sie gelten Israel und nicht der Gemeinde, jedoch können diese letzte Jahrwoche und die Gemeindezeit dennoch parallel, zeitgleich sein.


Das Ziel dieser 70 Jahrwochen wird in den ersten Versen von Dan. 9 benannt:

  • die Sünde wird versiegelt

  • Prophetie/Gesichte werden versiegelt

  • ein Hochheiliges wird gesalbt

  • ewige Gerechtigkeit wird eingeführt


Aus diesem Text gelten für diese 70 Jahrwochen allgemein:

  • diese Jahrwochen gelten Israel, nicht den Heiden

  • diese Jahrwochen beginnen nach der babylonischen Gefangenschaft (Befehl zum Aufbau Jerusalems)

  • die Abfolge der Jahrwoche ist unterbrochen in der 69. zur 70. Jahrwoche

  • diese Zwischenzeit hat als Ereignisse

  • der Gesalbte /Messias wird ausgerottet und hat nichts mehr

  • das Volk des künftigen Fürsten wird Jerusalem und den Tempel (das Heilige) zerstören

  • der Zustand der Zerstörung wird bis zum Ende anhalten


Diese 70. (letzte)Jahrwoche beinhaltet ferner:

  • Bündnis mit Fürsten (je nach Übersetzung aber auch nur Bündnis)

  • Wiedereinführung von Speis- und Trankopfer => nur mit Tempel möglich => Bau von Tempel als Voraussetzung notwendig

  • Abbruch dieses Tempeldienstes und Aufstellen der Gräuel in Mitte dieser Jahrwoche

  • Gräuel stehen im heiligen Bereich, nicht in der Stadt Jerusalem oder bei der Stadt!

  • Dieser Zustand wird erst durch das Ende der letzten Jahrwoche und der Wiederherstellung Israels (V24) beendet


In dieser Vision sind diese 7 Jahre (=Jahrwoche) als auch diese Einteilung dieser Jahrwoche in eine erste Hälfte und zweite Hälfte von je 3 ½ Jahren enthalten.
Grafik


70 Jahrwochen

Daniels letzte Vision (Dan. 11+12)
(siehe http://www.vollendung.info/letze-vision-daniels--dan.-11-.html  )

Diese Vision ist nicht einfach zu verstehen. In dem verlinkten Artikel ist der gesamte Abschnitt behandelt. Für die Offenbarung ist aber nur der letzte Abschnitt von Bedeutung. Aus dem Text ergeben sich für diese Zeit folgende Aussagen:

  • Ein König (siehe die obigen Kriterien) herrscht in Israel und regiert dort. Jedoch ist sein Reich wohl noch größer, da er viele Ländereien usw. vergeben kann, große Macht hat (V40)

  • Dieser König wird zuerst von einem König aus dem Süden angegriffen.

  • Danach greift ein König aus dem Norden an. Es befindet sich der eigenwillige König in der Mitte, in Israel

  • Dieser nördliche König wird in das Land Israel eindringen und der König in Israel kann ihm nicht widerstehen. Aus V40 ist ersichtlich, dass die Länder des Königs in Israel größer sind als nur Israel, da diese Ländereien vom "lieblichen Land" Israel getrennt genannt werden.

  • Dieser nördliche König wird dann bis auf die Region Edom, Moab Israel erobern und auch nach Ägypten greifen (V41)

  • Gerüchte aus dem Norden und Osten lassen den nördlichen König aber aufbrechen.


Ob dieser nördliche König nun aber weg ist und der König in Israel jener es ist, der in diesem Palastzelt in V42 umkommt, ist unklar, vielleicht ist es aber auch der König des Nordens.


Über diesen als „er" bezeichneten König sagt diese Vision aus:

  • er handelt nach seinem eigenen Willen (V36)

  • er erhebt sich über alle Götter und Gott (V36+37) letztlich über alles und alle

  • er redet gräuliche Dinge (V36)

  • er verehrt einen neuen Gott, den Gott der Festungen (V38+39)

  • er wird in einen Krieg mit einem König aus Mitternacht (Norden) und Mittag (Süden) verwickelt (V40). Der König aus Mittag wird in der werte Land (Israel) einfallen

  • er wird diese Könige überwinden (V42+43) und über sie herrschen

  • er wird durch Ereignisse im Norden und Süden aufgeschreckt und wird im Krieg sein Lager bei Jerusalem (dem Heiligen Berg) zwischen 2 Meeren (Mittelmeer – Rotes Meer?) aufschlagen (V45)

  • er stirbt dort und niemand wird ihm helfen können

  • in dieser Zeit wird Michael, der Engelfürst Israels für sein Volk sich einsetzten


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü